junge Musiktheaterproduktionen in Bonn

















Foto: Herbert Schröder


Casting-Situationen publikumswirksam zu inszenieren

ist keine Erfindung von Dieter Bohlen.
Schon Mozart wusste um die Spannungen,
die sich aus dem Wettbewerb unter Künstlern ergeben.
Was für die Kunst dabei herauskommt,
ist zu erfahren in der
Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion


2011:

W.A. Mozart:
Der Schauspieldirektor
("Casting mit Zickenkrieg")
nach  fünf ausverkauften Vorstellungen Wiederaufnahme
am 5.  und 11. Juli 2011, 19.30 Uhr
im LVR Landesmuseum, Colmantstr.
sowie am 13. Juli, 19.30 Uhr
in den Kammerspielen Bad Godesberg
Eintritt: 15,- Euro/ erm. 8,- Euro
Karten an der Kasse des Landesmuseums bzw. über Bonnticket und den üblichen Vorverkauf
Reservierung: solveig.palm@Ludwigvanb.de 

weitere Informationen hier
-------------------------------------------------------------------------


Seit 2005 produzierte Solveig Palm im Beethovenfest in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Nikolaus Büchel in Kooperation mit dem Theater Bonn Musiktheaterstücke, in denen Beethoven und andere berühmte Zeitgenossen musikalisch-ästhetisch-theoretische Spannungsverhältnisse ausloten.

Die ersten drei Stücke entstanden nach eigenen Ideen.
Absicht der Stücke ist es einerseits, mit Klassik anspruchsvoll zu unterhalten.
Andererseits geht es um ästhetische Aufklärung, in dem herausragende Protagonisten rund um das Thema klassische Musik (anhand vorgespielter und gesungener Ausschnitte) über ihr Werk, ihre Anschauungen, ihr Leben diskutieren - Konfrontationen mit der Gegenwart des 21. Jahrhunderts inbegriffen.

Inzwischen hat die Reihe "JugendMachtMusikTheater" auch erfolgreiche Ausflüge in die "richtige" Operwelt gemacht: Nach Mozarts "Gärnterin aus Liebe" (2007/2008 folgte 2010 Mozarts "Schauspieldirektor", der nach 5 ausverkauften Vorstellungen nun letztmalig - mit 3 Vorstellungen wieder aufgenommen wird.


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Das Musiktheaterprojekt 2009:  
Ein fiktiver Dialog zwischen Beethoven und Schiller, der aus Anlass von Friedrich Schillers 200. Todestag im Jahr 2005 zu einem Musiktheaterstück gestaltet wurde, wurde in diesem Jahr - aus Anlass von Schillers 250. Geburtstag - weiterentwickelt. Auch diesmal spielt die gemeinsame "Ode an die Freude" eine wichtige Rolle. Allerdings mehr im Hinblick auf politische Fragen an die Künstler der Klassik und die Verbindungen zu ihrem Werk. Sind die beiden großen Klassiker vielleicht sogar wesentliche Mit-Erfinder des Menschenwürde-Begriffs, wie er im Grundgesetz verankert ist? Das 60-jährige Jubiläum der Grundgesetz-Verabschiedung, bietet Anlass, den Bogen von der Klassik bis heute zu spannen.
Rezitation, theatralische und musikalische "Zitate" und zeitgenössische Zaungäste der Klassiker machen den Diskurs der beiden "Heroen" künstlerisch-sinnlich erlebbar.


"Götterfunken"
Friedrich von, Ludwig van ... und die Demokratie

Eine erste Ausschnittpräsentation war zu sehen

am Samstag, 23. Mai 09, 13.30 Uhr und 16.00 Uhr im Rahmen des Museumsmeilenfestes auf der großen Bühne.

das ganze Stück folgt:

am Samstag, 12. September 09, 19.30 Uhr
im Rahmen des Beethovenfestes im Wasserwerk (WCCB)
Beethoven und Schiller, künstlerische Kronzeugen der französischen Revolution und der Aufklärung, politisch selbstbewusste Künstler und Bürger, unterhalten sich über Politik. In den Begegnungen mit Zeitgenossen, Musik, Dramen- und Gedicht-Ausschnitten stellt sich die Frage, was "Klassik" uns heute noch zu sagen hat.

gefördert durch


-------------------------------------------------------------------------------------------------------

2008 wagten sich engagierte Schüler, Studenten und Pädagogen erstmalig an eine ganze Oper:
eine Mozart-Oper, die in Bonn noch nie zu sehen war.


2008/2009:
W. A. Mozart: Gärtnerin aus Liebe
aus dem langfristig angelegten Opernworkshop "Schule der Gefühle" entwickeln Schüler und Studenten eine jugendfrische Lesart der Mozart-Jugendoper, in der Mozart wesentliche Ideen und Elemente entwirft, die später in "Figaro" und "Cosi fan tutte" verarbeitet sind.

Das Stück wurde 11 mal im Rahmen des Beethovenfestes 2008 gespielt und war immer ausverkauft. Vom 22.-29. August 09 gab es daher eine Wiederaufnahme, die ebenfalls umjubelt wurde und ausverkauft war.

Produktion, Texte, Dramaturgie: Solveig Palm
Regie, Texte, Bühnenbild: Nikolaus Büchel
Musikalische Leitung: Sebastian Breuing
Korepetition: Kerstin Hoevel

Es sangen und singen: Andrea Graff, Elena Harsanyi, Nico Heinrich, Christine Heßeler, Joanna Lissai, Mareike Müller, Nadine Müller, Frederik Schauhoff, Dominik Söns, Milena Stefanski, Philipp Werner, Tatjana Zeller

weitere Infos hier

Gefördert durch
- den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen vom Landesmusikrat NRW
- den Verein der Freunde des Beethoven-Orchesters Bonn,
- den Verein der Opernfreunde Bonn e.V. (2009)



-------------


2007
(150. Todestag Eichendorff)
"Schläft ein Lied in allen Dingen"
- Wanderungen in musikalischen Seelenlandschaften

Joseph v. Eichendorff begegnet seiner "Wunschprojektion" Taugenichts und erklärt ihm, warum man auch als Künstler Beamter werden sollte...
- mit zahlreichen Eichendorff-Vertonungen von Schumann, Brahms, Strauss u.a.
Gefördert durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen
("Kultur und Schule")

---------------

2006
(Jubiläumsjahre von Mozart, Schumann, Heine und Sigmund Freud):

"Gefühlte 56 - 100 Jahre Klassik"
ein Treffen der berühmten Jubilare in der Talkshow von Sabine Christiansen; Co-Moderator: Ludwig van Beethoven. ... Unversehens landet dabei auch der Analytiker selbst auf der Couch
Gefördert durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen
("Kultur und Schule")

-------------

2005
(200. Todestag Friedrich Schiller)
"Wem der große Wurf gelungen"
Eine fiktive Begegnung von Friedrich von... mit Ludwig van ... rund um die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der "Ode an die Freude" - mit zahlreichen musikalischen und literarischen "Original-Zitaten"